Dystopie

Lauren Oliver – Delirium: amor deliria nervosa

ISBN: 9783551582324
Verlag: Carlsen
Preis: 18,90 Euro

Früher, lange vor Lenas Geburt, da strebten die Menschen nach Liebe ohne zu wissen dass sie gefährlich ist. Amor Deliria Nervosa ist in Lenas Welt eine tödliche Krankheit doch zum Glück haben die Wissenschaftler ein Heilmittel gefunden. Lena steht kurz vor ihrem 18. Geburtstag und somit auch kurz vor ihrem Eingriff um gegen diese furchtbare Krankheit immun zu werden. Doch dann lernt sie Alex kennen und ihre Welt gerät ins wanken. Alles woran sie immer glaubte, womit sie aufgewachsen war und was sie gelernt hatte war das so falsch? Kann die Liebe so gefährlich sein wenn es sich mit Alex alles so richtig anfühlt?

Mir gefällt bei diesem Buch vorallem die Idee dass Liebe nicht einfach ein Gefühl oder Empfinden ist sondern eine Krankheit mit meist tödlichem Verlauf. Die gesamte Gesellschaft, das ganze Leben ist nur darauf ausgerichtet immun gegen Deliria zu werden. Eine gar nicht mal so abwegige Vorstellung wenn man bedenkt dass frisch Verliebte oft ähnliche Symptome wie bei einer psychischen Störung zeigen. Andererseits stelle ich mir so ein Leben sehr trostlos vor. Denn das Empfinden von Liebe wird komplett ausgelöscht. Keine Mutter liebt ihr Kind, kein Mann seine Frau, man lebt eben nebeneinander und akzeptiert einander doch mehr nicht. Einzig die Kinder die noch nicht 18 Jahre alt sind sind fähig Liebe zu empfinden doch werden mit der Volljährigkeit diesem Gefühl beraubt. Eine interessante Basis für ein Buch.
Es fiel mir allerdings sehr schwer einen Bezug zu der Protagonistin Lena zu finden. Schon zu anfang wirkt sie sehr unnahbar und komplett aus das Leben nach dem Eingriff fixiert. Angesichts des Grundgedanken ist das vielleicht verständlich aber es macht es dem Leser schwer sich mit Lena zu identifizieren.
Die aprupten Wechsel was das Denken und Handeln der Charaktere angeht behagten mir leider auch nicht.  Dass Lena die zunächst vorallem Angst vor Alex hat dann plötzlich so schnell Feuer und Flamme für ihn ist und so tiefe Gefühle für ihn hegt erschien mir angesichts ihrer vorherigen Einstellung leider zu unglaubwürdig und auch die Tatsache das sowohl Lena als auch ihre beste Freundin Hana nachher völlig gegenteilig zu ihren vorherigen Charakterzügen agieren und reagieren wirkte eher schwammig als glaubhaft und nachvollziehbar.
Das Cover sieht interessant aus. Ein roter Hintergrund, ein gesicht im Profil und immer wieder das Wort Liebe. Trotzdem harmoniert es meiner meinung nach nicht richtig mit der Geschichte.
Insgesamt hat das Buch eine interessante Geschichte mit vielversprechendem Hintergrund kann dann aber nicht ganz überzeugen. wer Dystopien jedoch liebt sollte es gelesen haben.

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