Dystopie

Kimberly Derting – Dark Queen: Schwarze Seele, Schneeweißes Herz

Autor: Kimberly Derting
ISBN:
978-3863960179
Verlag: Egmont INK
Originaltitel: The Pledge
Seitenanzahl: 362
Preis: 17,99 Euro

„Mit meinem Atem gelobe ich,
meine Königin vor allen zu ehren.
Mit meinem Atem gelobe ich,
die Gesetze meines Landes zu befolgen.
Mit meinem Atem gelobe ich,
meine Vorgesetzten zu respektieren.
Mit meinem Atem gelobe ich,
dem Fortschritt meiner Klasse zu dienen.
Mit meinem Atem gelobe ich, all jene zu melden,
die meiner Königin und meinem Land schaden wollen.
Mit meinem Atem gelobe ich dies.“

Im Königreich Ludania bestimmt die Klasse, in die du hinein geboren wurdest welche Sprache du sprichst und verstehst. Spricht jemand aus einer höheren Klasse auf seiner Sprache zu Dir hast du den Blick auf den Boden zu richten. Solltest du einmal vergessen wo in der Gesellschaft dein Platz ist dann kennt das Gesetz der Königin Sabara keine Gnade. In dieser Welt gibt es ein Mädchen das anders ist. Die 17-jährige Charlie versteht jeder gesprochene und geschrieben Sprache, jeden Dialekt und darf diese Gabe vor niemandem zeigen. Einzig ihre Eltern wissen Bescheid und haben ihr schon von Kindesbeinen an eingeschärft vorsichtig zu sein.
In einem illegalen Club lernt Charlie Max kennen von dem sie sich auf unerklärliche Weise angezogen fühlt und der von ihrer Gabe zu wissen scheint. Als Max dann auch noch erkennt das Charlie sowohl für die Königin als auch für die Rebellen eine sehr wichtige Rolle spielt muss er sich entscheiden zwischen dem Mädchen dass er kaum kennt, von dem er aber trotzdem völlig fasziniert ist und der Loyalität gegenüber seiner Königin.

Das Buch stand schon seit längerer Zeit auf meiner Wunschliste und ich habe eigentlich nicht damit gerechnet dass der Egmont INK Verlag meiner Bitte um ein Rezensionsexemplar nachkommt. Zum Glück wurde ich positiv überrascht und wenige Tage nach meiner Anfrage lag das Buch vor der Tür.
Was mir am meisten an Dark Queen gefallen hat, war dass es mal etwas völlig anderes war als die Dystopien die ich bisher gelesen habe. Diesmal geht es nicht um zwei Personen die sich zufällig kennen lernen und dann gemeinsam ihre Flucht aus dem Land oder der Gesellschaft planen.
Die Protagonistin Charlie war mir von Anfang an symphatisch was mir den Einstieg in die Geschichte sichtlich erleichtert hat. Bei einigen Charakteren kann man miterleben wie sie sich im Laufe der Geschichte stark verändern und ihre bisherigen Einstellungen komplett überdenken. Das machte Dark Queen nicht nur zu einem spannenden Zukunftsroman sondern die Autorin verlieh der Geschichte damit auch die nötige Tiefe. Nur leider konnte ich mich überhaupt nicht mit Charlies bester Freundin Brooklyn anfreunden da mir ihre Art und ihr zickiges Verhalten, sobald etwas nicht nach ihremWillen ging, sehr auf die Nerven gingen.
Erzählt wird die meiste Zeit aus der Sicht von Charlie doch ab und zu erhält mana uch einen Einblick in die Sicht von Max und der Königin. Leider gab es dadurch nicht wirklich große Überraschungen in der Geschichte bis auf die genaue Herkunft von Max und Charlie.
Sehr schön war die tiefe Bindung zwischen Charlie und ihrer kleinen Schwester Angelina zu beobachten ebenso wie die starke Freundschaft zu Aron, denn sie machten deutlich dass es für Charlie nichts wichtigeres gibt als den schutz der ihr nahestehenden Personen.

Alles in allem ist Dark Queen weder die beste noch die fesselndste Dystopie die ich bisher gelesen habe bietet aber dennoch genug Stoff für eine schöne, gefühlvolle Geschichte und ein tolles Lesevergnügen.

Vielen Dank an den Egmont INK Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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