Jugendbuch

Leigh Bardugo – Grischa: Goldene Flammen [Rezension]

Autor: Leigh Bardugo
ISBN:
978-3551582850
Verlag: Carlsen
Originaltitel: Shadow & Bone. The Grisha, Book One
Seitenanzahl: 352
Preis: 17,90 Euro

zitat„Es gibt etwas, das mächtiger ist als jede Armee. Etwas, das Zaren entthronen, ja sogar den Dunklen stürzen kann. Weißt du, wie dieses Etwas heißt?“ Ich schüttelte den Kopf während ich vor ihm zurückwich. „Glaube“, hauchte er und seine schwarzen Augen loderten. „Glaube.“

inhaltAlina ist ein ganz normales Mädchen. Aufgewachsen als Waise hat sie dennoch ihren Weg gemacht und arbeitet als Kartografin in der ersten Armee des Zaren. Als die erste Armee die gefürchtete Ödsee durchqueren muss verändert sich für Alina plötzlich alles. Die Armee wird angegriffen und Alina rettet ihrem besten Freund Maljen, mit dem sie zusammen aufwuchs, das Leben. Was sie getan hat weiß sie jedoch nicht sie erinnert sich nur noch an ein helles Licht. Plötzlich zeigt sogar der Dunkle, der mächtigste Grischa,  großes Interesse an ihr und behauptet sie wäre die Sonnenkämpferin. Alina wird an den Hof des Zaren geschickt um dort unter Aufsicht des Dunklen ihre Grischa-Ausbildung zu erhalten und sie merkt dass irgendetwas, eine große Macht, in ihr schlummert.

meinungGrischa fesselt einen schon von der ersten Seite an. Die Geschichte beginnt mit einem Rückblick in Alinas und Maljens Vergangenheit, als drei Grischa plötzlich auftauchen und Interesse an den beiden Waisenkindern zeigen. Erst viele Jahre später begreift Alina dass es an dem Tag darum ging zu prüfen ob einer der Beiden ein Grischa sei. Doch Alinas Können blieb unentdeckt und so wuchs sie völlig normal auf. Zwar ohne Eltern doch hatte sie stets Maljen an ihrer Seite, mehr brauchte sie nicht um sich wohl und geborgen zu fühlen.
Nun wo beide keine Kinder mehr sind wird schnell deutlich dass Alina längst nicht mehr nur die freundschaftlichen Gefühle aus Kindertagen für Maljen hegt doch Maljen interessiert sich eher für andere Mädchen.
Was mich besonders fasziniert hat an diesem Buch war dass man jederzeit sofort nachfühlen konnte wie es Alina vermutlich gehen muss. Sie wird plötzlich ohne große Erklärungen von ihrer Armee weggeholt, von ihrem besten Freund getrennt und an den Hof des Zaren gebracht um in zukunft dort unterrichtet zu werden. Die Furcht vor dem Versagen und alle zu enttäuschen, daneben noch das Gefühl völlig alleine mit der Situation zu sein, sind regelrecht mit Händen greifbar. Der Autorin ist es sehr gut gelungen Alinas Gefühle deutlich und greifbar zu machen so dass es niemals oberflächlich sondern eher realer wirkt. Man kanns ich dadurch schnell in Alina einfühlen und ihren Weg sehr gespannt weiter verfolgen.
Ebenso verhält es sich mit den verwirrenden Gefühlen für den Dunklen der scheinbar auch immer mehr privates Interesse für Alina zeigt.
Auch die Schauplätze sind sehr schön beschrieben und wunderbar ausgearbeitet. So sehr begeistert haben mich die Handlungsorte bisher nur bei Harry Potter und den Königsmörder-Chroniken. Veranschaulicht wird das ganze auch noch durch die Karte die mana uf den ersten Seiten des Buches findet so dass man sich alles etwas besser vorstellen kann.
Was mir erst nicht so gut gefiel war die plötzliche Wendung die der Geschichtsverlauf nach Alinas Auftritt beim großen Fest des Zaren nahm. Dass sich plötzlich alle Pläne des Dunklen ganz anders darstellen als vorher gedacht fand ich ganz furchtbar doch nach einiger Zeit konnte ich mich mit der neuen Richtung anfreunden und fand die Geschichte trotzdem weiterhin gut.
Letztendlich trübt dieser Umschwung das Lesevergnügen nicht besonders denn die Geschichte bleibt trotzdem, oder vielleicht sogar grade deswegen, spannend und voller tiefer Gefühle.

fazitGrischa ist ein sehr schönes Werk welches von Anfang bis Ende versteht den Leser zu begeistern.

Vielen Dank an bittersweet und den Carlsen Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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10 Kommentare zu „Leigh Bardugo – Grischa: Goldene Flammen [Rezension]

      1. ich habe Bittersweet angeschrieben, ob sie es schon verschickt haben oder nicht und dann haben sie sich entschuldigt, weil sie mich vergessen haben und jetzt bekomme ich es noch nachträglich *freu*

  1. Hallo Tintenmädchen!
    Hast du schon vom Bloggernetzwerk gehört? Wenn nicht, dann lass ich dir mal kurz den Link zum Hintergrund des Blogs da:
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/an-blogger/
    Ich bin dort jedenfalls seit kurzem Mitglied und würde mich sehr freuen, wenn ich deine Rezension hier zu „Grischa“ verlinken dürfte. (Und mit deiner Erlaubnis auch in Zukunft ein paar deiner Rezensionen?)
    Und hier sende ich dir auch einen Beispiellink, wie es das Ganze im Endeffekt aussehen kann:
    https://bloggervernetzt.wordpress.com/2015/03/27/die-sieben-schwestern-01-von-lucinda-riley/#more-1436

    Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen.
    Ganz lieben Gruß ♥,
    Janine

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