Thriller

Wolfgang Brenner – Aber Mutter weinet sehr [Rezension]

abermutterweinetsehrreziinhaltEines Abends kommt Maries Sohn Johann nicht vom Spielen nach Hause. Ihr Mann informiert die Polizei. Doch Marie selbst bekommt immer mehr das Gefühl dass es der polizei nicht vorrangig darum geht das Leben ihres Kindes zu retten und so beschließt sie selbst etwas zu unternehmen und nimmt dafür sogar heimlich Kontakt mit dem Entführer auf und lässt sich auf ein unheimliches Katz-und-Maus-Spiel mit ihm ein.

meinungDer Alptraum aller Eltern wird für Marie bittere Realität. Man sollte eigentlich meinen Mutter und Vater halten in der Zeit zusammen, geben sich gegenseitig Halt und stützen einander. Hier ist das nicht der Fall da Marie und ihr Mann sich immer mehr entzweien. Während ihr Mann die ganze Zeit mit der Polizei zusammen arbeitet sondert Marie sich immer mehr ab, misstraut zunehmend allen und ist davon überzeugt dass die ganze Polizeiarbeit ihren Sohn nur noch mehr gefährdet. Ansich ist das auch alles nachvollziehbar, hat doch jeder Mensch seine eigene Art mit Extremsituationen umzugehen und welche Mutter würde wohl seelenruhig alles verfolgen wenn ihr eigenes Kind entführt wurde? Doch Marie scheint über allem zu verdrängen wie sehr sie selber immer wieder das Leben ihres Kindes gefährdet. Mit ihren Alleingängen stört sie immer wieder die Arbeit der Polizei und behindert so die Ermittlungen.

“Marie nahm sich vor, hart zu sein und sehr genau zu beobachten, was um sie herum geschah. Sie kämpfte nun an zwei Fronten. Gegen den Mann mit der Mickie-Mouse-Maske und gegen die, die glaubten, ohne sie besser zum Ziel zu kommen.” (Seite 61)

Obwohl die Entführung eines Kindes natürlich etwas sehr grauenvolles ist konnte mir das Buch diese Sache nicht wirklich näher bringen. Marie als Protagonistin hat mich mit der Zeit immer mehr genervt damit dass sie alles und jenen zurückstößt und immer wieder auf eigene Faust handelt ohne dabei wahrzunehmen dass sie vieles nur verschlimmert.
Beim großen Showdown konnte ich schließlich nur noch den Kopf schütteln denn spätestens da erschien mir die ganze Geschichte nur noch absurd und fernab jeder Realität.
Richtige Spannung kommt leider gar nicht erst auf und man schleppt sich eher durch die Geschichte. Die Geschichte zieht sich irgendwann wie Kaugummi, obwohl das Buch nicht einmal sehr viele seiten besitzt.

FazitEin Buch mit einer tollen Grundidee aber leider schlechter Umsetzung die immer weiter von der Realität abweicht. Nett gemeint aber leider nicht gelungen.

1

 

Advertisements

6 Kommentare zu „Wolfgang Brenner – Aber Mutter weinet sehr [Rezension]

  1. Mich hat das Buch trotz der Thematik leider auch ziemlich kalt gelassen. 😦 Ich fand die Handlung auch ziemlich „mechanisch“ erzählt und mir haben die Emotionen gefehlt.

    Viele Grüße
    Katharina ♡

  2. Ich bin ja generell nicht so der Thriller Fan, aber wenn so ein Buch dann noch langweilig ist, das ist dann wirklich schade. Denn vom titel und Cover her hätte es sogar mich gereizt 🙂

    Danke für die ehrlichen und offenen Worte, das finde ich gut!

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s