Fantasy · Urban Fantasy

Wolfgang & Heike Hohlbein – Dreizehn [Rezension]

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Autor: Wolfgang & Heike Hohlbein
ISBN: 978-3800024322
Verlag: Ueberreuter
Originaltitel: —–
Seitenanzahl: 546
Preis: 9,95 Euro

inhalt13, für viele eine Unglückszahl. Für Anne-Mary jedoch ist es ihr Schicksal. Die Zahl begleitet sie schon ihr ganzes Leben lang, weshalb alle Welt sie nur Thirteen nennt. Nach dem Tod ihrer Mutter macht sie sich alleine auf den Weg zu ihrem Großvater nach Deutschland und schon der Weg dorthin birgt eine Menge Rätsel. Im Haus ihres letzten, noch lebenden, Verwandten muss sie allerdings feststellen dass dies nur der Anfang war. Der Anfang von etwas großem und bösem denn das Haus birgt ein schreckliches Geheimnis.

meinungVorweg muss ich leider sagen wer sich für das Buch interessiert sollte auf gar keinen Fall den Klappentext lesen. Sei es auf dem Buch selbst oder irgendwo im Internet. Denn der Klappentext alleine verrät leider schon ein großes Rätsel dass sich im Buch selber aber erst am Schluss klärt. Etwas das ich vorher leider nicht wusste und das war für die Spannung sehr von Nachteil.

„Obwohl er so dicht vor ihr saß, dass sie nur den Arm auszustrecken brauchte, um ihn zu berühren, konnte sie ihn nicht richtig erkennen. Er saß die meiste Zeit reglos da und blickte aus dem Fenster oder starrteeinfach ins Leere, wie Fluggäste es oft tun, wenn sie darauf warten, dass die Zeit verstreicht, sodass sie ihn im Profil erkennen konnte, aber wenn sie auch nur einen Moment lang wegsah oder er den Kopf drehte, dann vergaß sie sofort sein Aussehen.“ Seite 8

Was bei Dreizehn das wohl auffallendste ist, das ist die Gliederung der Geschichte. Die Autoren haben nicht nur eine Geschichte geschaffen die sich in zwei parallelen Welten abspielt sondern sie veranschaulichen eben dieses indem sie die Geschichten dieser beiden Welten parallel erzählen. Jedes Mal wenn die Handlung dazu übergeht in beiden Welten unterschiedlich abzulaufen teilt sich die Buchseite in zwei Spalten bis das Kapitel in sich abgeschlossen ist. Danach geht es immer im Wechsel zwischen den beiden Welten hin und her bis sich die Handlung wieder nur auf eine Welt beschränkt. Das ist eine tolle Idee führte bei mir aber anfangs zu großer Verwirrung. Denn es gibt dazu keine Erklärung oder eine Art Anleitung. Daher dachte ich sogar erst man könne sich plötzlich aussuchen welchem Handlungsstrang man folgen möchte und dementsprechend würde dann die Geschichte verlaufen. Und ich denke da werde ich nicht die Einzige sein die nicht sofort hinter das Prinzip gekommen ist darum wäre es schöner gewesen wenn am Anfang des Buches eine kurze Information oder Notiz dazu gewesen wäre. Ich musste dadurch nämlich die ganzen Kapitel zurückblättern und nochmal von vorne beginnen.
Das Buch beginnt schons ehr rasant so dass man nach einem kurzen Kennenlernen mit Thirteen sofort mit im Geschehen steckt und schon stark erahnen kann dass das Buch einiges an Abenteuern und Geheimnissen bereit hält. Die Geschichte ist insgesamt sehr verwoben aber nicht zu kompliziert. Man merkt anhand der Handlung dass es doch vorwiegend ein Buch für Teenager ist.
Das wiederum kollidiert dafür stark mit den Protagonisten Thirteen und Frank die beide 12 und 15 Jahre alt sind. Gerade Thirteen handelte mir für ihre 12 Jahre die meiste Zeit viel zu erwachsen auch ihre Gedankengänge passten für mich oft nicht zu einem 12 Jahre alten Mädchen. Frank ist immerhin schon 15 und lebt seit langer Zeit alleine auf der Straße. Er hat gelernt sich durchzuschlagen und vielleicht lässt einen das einfach anders und erwachsener denken als andere Jugendliche. Doch auch bei ihm musste ich mir immer wieder ins Gedächtnis rufen dass es sich um einen Jungen handelt und nicht um einen erwachsenen Mann.

„Was sie gerade gedacht hatte, traf vielleicht auf alle anderen Häuser auf der Welt zu – aber auf dieses nicht. Etwas Böses ging von ihm aus, wie ein unsichtbarer, übler Hauch, der die Atmosphäre in seiner unmittelbaren Umgebung verpestete. Dieses Haus war durch und durch böse.“ Seite 174

Die Ereignisse in dem Buch sind super umschrieben so dass man, trotz der Tatsache dass es sich vorallem am Jugendliche richtet, beginnt sich regelrecht selber zu gruseln wenn man mit Thirteen durch das Haus schleicht um dessen Geheimnisse zu lüften. Die spannende Handlung und geschaffene düstere Atmosphäre schaffen es den Leser mit auf eine unheimliche und spannende Expedition zu nehmen bei der man immer wieder hoffen muss dass es für Thirteen und ihre Freunde gut ausgeht.
Leider endet das Buch dann sehr abrupt und das hat mich am meisten enttäuscht. Fast scheint es als wären den Autoren die Ideen ausgegangen und darum wurde das Buch dann einfach beendet. Das ist aufgrund der so spannenden Geschichte sehr schade vorallem weil man so viele Charaktere kennenlernt deren Schicksal davon abhängt ob Thirteen das Haus besiegen kann oder nicht.

fazitDreizehn richtet sich vorallem an die jungen Leser ist aber auch für Erwachsene eine nette Leseabwechslung. Leider trüben die negativen Aspekte etwas die Lesefreude und die Charaktere wirken nicht immer glaubhaft. Insgesamt ein gutes Buch aber nichts herausragendes oder besonderes.

3

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Ein Kommentar zu „Wolfgang & Heike Hohlbein – Dreizehn [Rezension]

  1. Hallo Tintenmädchen,

    schade, dass er Dir nicht so richtig gefallen hat. Denn ich fand den Roman total spannend, weil man nie wusste wie es endet ..

    Ist halt ein Gruselbuch!

    LG..Karin…

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