Horror

Robin Jarvis – Dancing Jax: Auftakt [Rezension]

0134-01-DancingJack.inddAutor: Robin Jarvis
ISBN: 978-3-8390-0134-9
Verlag: Script 5
Originaltitel: Dancing Jax
Seitenanzahl: 544
Preis: 14,95 Euro

inhaltVerzweifelt versucht Sheila ihren Freund Jezza von der Idee das alte Haus auszuräumen abzubringen doch all ihr Flehen nützt nichts. Ihre Befürchtungen entpuppen sich als gerechtfertigt denn was Jezza aus dem Haus holt ist etwas dunkles, etwas das seit vielen Jahren gewartet und gelauert hat. Jezza und seine Freunde verhalten sich plötzlich merkwürdig, geben sich neue Namen und tragen seltsame Kleidung. Der Grund dafür ist Dancing Jacks, ein Kinderbuch das einst Austerly Fellows, ein englischer Okkultist, verfasst hat. Das Buch verändert die Menschen. Wer es liest wird ein Teil von ihm, ein Charakter aus diesem Buch und nichts anderes auf der Welt zählt mehr. Kaum jemand kann sich diesem Buch entziehen und wer es tut wird von den bereits Infizierten gezwungen es zu lesen. Das Böse greift um sich und sorgt für Chaos und Katatstrophen.

meinung„Haltet inne und blickt euch um. Prägt euch diese denkwürdige Nacht gut ein. Die ganze Welt wird sich verändern und dies ist die letzte Gelegenheit, sie noch einmal so zu sehen, wie sie war.“ (Seite 64)

Die Kinder lesen heutzutage viel zu wenig sondern sitzen lieber in ihren Zimmern vor irgendwelchen Videospielen und Fernsehsendungen. So oder ähnlich hat es sich schonmal jeder gehört. Wenn plötzlich alle Kinder nur noch Interesse an einem bestimmten Buch haben gibt es also keinen Grund zur Besorgnis sondern eher zur Freude. Doch was ist wenn dieses Buch die Menschen, die es lesen, verändert? Wenn etwas böses in diesem Buch darauf lauert mehr und mehr Menschen in seinen Bann zu ziehen? Genau das ist bei Dancing Jax der Fall. Anfangs ist niemand beunruhigt darüber das das Kinderbuch Dancing Jacks sich einer wachsenden Leserschaft erfreut. Eltern und Lehrer sind zwar verwundert aber dennoch hocherfreut dass die Kinder und Jugendlichen sich mit so viel Eifer auf ein Buch stürzen. Die Persönlichkeitsveränderung der Leser bleibt nicht unbemerkt doch kaum jemand hat Gelegenheit sich näher damit zu befassen. Denn bevor jemand zu genau nachforschen kann gerät er selber in den Bann des Buches.

„Dieses Buch ist böse…
Du sollst dich ihm nicht nähern.
Du solltest nicht darüber sprechen.
Was auch immer du tust, öffne es nicht!“ (Klappentext)

Dancing Jax ist von der ersten Seite an fesselnd. Gespannt verfolgt man den Verlauf Veränderungen die in dem Städtchen Felixstowe vor sich gehen und mit Jezza ihren Anfang nehmen. Schockiert muss man mit ansehen wie immer mehr Leute zu dem Buch greifen und sich ihm nicht mehr entziehen können. Obwohl die Idee eines bösen Buches das Besitz von seinem Leser ergreift nicht neu ist, ist Dancing Jax doch anders als die Werke die man bereits kennt. Jedes Kapitel beginnt mit einem Auszug aus dem Kinderbuch wodurch Realtiät und die Welt des Buches fast miteinander zu verschwimmen scheinen. Auch die Geschichte um das Buch selber ist merkwürdig und unheimlich denn der Verfasser Austerly Fellows, der seinerzeit ein bekannter Okkultist war, verschwand eines Tages auf unerklärliche Weise.
Wer in den Bann von Dancing Jax gerät wird zu einem Charakter aus der Geschichte und einem der viel Königreiche, Herz, Pik, Kreuz oder Karo zugeordnet. Mit einer, an der Kleidung befestigten Spielkarte, zeigt man den anderen zu welchem Königreich man gehört und welche Stellung man in diesem hat. Die Charaktere sind ebenso wie die Personen zu denen sie werden ohne viel Aufhebens beschrieben wirken aber nicht oberflächlich. Im Gegenteil, der Autor schafft es seine Personen ohne viel Drumherum so gut zu beschreiben dass man sie sich bildlich vorstellen kann.

„Es gibt keine Schande, keine Tabus, keine Grenzen, keinen Respekt und ganz bestimmt keine Unschuld mehr!“ (Seite 481)

Der Schreibstil ist kühl, kritisch und sarkastisch und so manches Alltagsproblem das man kennt wird mit Dancing Jax angesprochen und thematisiert.
Wie auch die Menschen in dem Buch konnte ich mich als Leser kaum von dem Buch loslösen zu spannend war der Verlauf der Geschichte und zu sehr brannte ich darauf zu erfahren wie es weiter geht. Doch mit der Zeit störte ich mich ein wenig daran dass eben wirklich so gut wie jeder dem Buch verfällt. Wer die ganze zeit über tapfer kämpfte wird dennoch früher oder später zu einem Anhänger des Buches. Das ist nur ein kleiner Kritikpunkt und auch der einzige bei dem auch noch bedenken muss dass es sich um etwas handelt was einfach Geschmackssache ist.

fazitMit viel Spannung und einer zwar alten aber neu umgesetzten Idee schafft es der Autor einen völlig in den Bann von Dancing Jax zu ziehen so dass man das Buch gar nicht mehr weglegen möchte. Sehr empfehlenswert.

4

reihe photo 7087_zpszp3uhpj9.jpg  photo 5386_zpsikcw3k3x.jpg  photo 7163_zpsufqd3e00.jpg

Advertisements

3 Kommentare zu „Robin Jarvis – Dancing Jax: Auftakt [Rezension]

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s