Jugendbuch

Leigh Bardugo – Grischa, Band 2: Eisige Wellen [Rezension]

9783551582966

Autor: Leigh Bardugo
ISBN: 978-3-551-58296-6
Verlag: Carlsen
Originaltitel: Siege and Storm
Seitenanzahl: 384
Preis: 18,90 Euro
Leseprobe

inhaltNur kurz dürfen Alina und Maljen nach ihrem Kampf gegen den Dunklen aufatmen denn schon bald nach ihrer Flucht erreichen sie die Gerüchte dass der Dunkle überlebt hat. Es dauert auch nicht lange bis er sich zeigt denn er strebt nach dem Zarenthron und Macht und dafür braucht er Alina.
Alina allerdings fasst einen bizarren Entschluss: sie will nicht nur die zweite Armee des Zaren anführen sondern sich auch dem Dunklen in den Weg stellen und ihn vernichten. Dafür muss sie zurück in den Kleinen Pallast und gemeinsam mit ihrem Freund Maljen, einem eigensinnigen Freibeuter und seiner Besatzung macht sie sich darum auf den Weg zurück nach Ravka.

meinungSchon von Beginn an war ich sofort wieder in Leigh Bardugos Welt der Grischa drinne. Der Leser wird eingeführt in das Leben von Alina und Maljen nach ihrer mehr oder minder erfolgreichen Flucht vor dem Dunklen. Während Maljen gut mit der Situation zurecht zu kommen scheint hat der Kampf mit dem Dunklen und die Flucht bei Alina tiefe Spuren hinterlassen. Albträume quälen sie, ständig fühlt sie sich verfolgt und beobachtet.
Nicht lange und man ist wieder mitten im Geschehen denn schnell gibt es Gerüchte dass der Dunkle die Schattenflur überlebt hat und er lässt natürlich nicht lange auf sich warten denn um an den Zarenthron zu kommen braucht er Alina. Der Dunkle lässt Alina und Maljen auf ein Schiff bringen denn bevor es zurück nach Ravka geht hat er andere Pläne. Auf dieser Reise lernen Alina und Maljen Sturmhond kennen der nicht nur der Kapitän des Schiffes sondern auch ein bekannter Freibeuter ist. Durch Sturmhonds Hilfe gelingt Alina und Maljen ein weiteres mal die Flucht.

„Was du bist, tut nichts zur Sache. Wichtig ist nur, was du vermagst.“ (Seite 188)

Was der Leser deutlich zu spüren bekommt sind die Veränderungen die in den Protagonisten vor sich gehen und vorallem in welche unterschiedlichen Richtungen sie sichh dadurch entwickeln.
Alina ist ängstlich, verliert schnell die Hoffnung und seit ihrer Flucht ist sie leicht reizbar. Zwar wird sie in Bezug auf ihre Macht immer sicherer was aber Selbstbewusstsein angeht merkt man ihr weiterhin deutlich an was sie selber für ein Bild von sich hat. Dabei ist sie längst nicht mehr das arme Waisenkind von damals.
Maljen fügt sich überall gut ein und knüpft schnell Kontakte. Dafür hat er stark mit Eifersucht zu kämpfen wodurch er sich mehr als einmal ziemlich idiotisch aufführt.
Nicht nur das „Wiedersehen“ mit den, dem Leser bereits bekannten und sympathischen Charakteren, macht auch den zweiten Band der Grischa Reihe zu einem besonderen Leseerlebnis denn auch mit den neuen Charakteren weiß Leigh Bardugo die Leser zu begeistern und für sich zu gewinnen. Der wohl wichtigste dieser neuen Personen ist Sturmhond. Ein Freibeuter, ein Pirat, ein Plünderer, ein Dieb, eigensinnig, charmant, selbstbewusst, selbstherrlich, er besitzt so viele Eigenschaften dass einem der Kopf schwirrt wenn man versucht sie aller zu erfassen. Was allerdings deutlich hervorsticht ist seine freche Zunge denn er sagt frei heraus was ihm gerade durch den Kopf geht und denkt gar nicht daran sich irgendwelche Bemerkungen zu verkneifen. Genau das macht ihn so sympathisch denn sein freches Mundwerk sorgt immer wieder für einen Schmunzler.

„Du hast die Wahl“, erwiederte er. „Das schwöre ich bei meiner Ehre als Lügner und Halsabschneider.“ (Seite 99)

Genau so spannend wie schon Band ist geht es auch in „Eisige Wellen“ zu. Die Autorin versteht es den Leser immer wieder mit ihrer Magie und einer ereignisreichen Geschichte zu fesseln. Immer wieder gibt es spannende Momente in denen man sich gebannt an das Buch krallt und die Augen nur so über die bedruckten Seiten huschen um schnell herauszufinden wie die Situation ausgehen mag. Man spürt Veränderungen der Personen und auch des ganzen Geschehens, die Auswirkungen die die Ereignisse des ersten Bandes auf das Land und die Menschen hatten sind fast schon mit Händen greifbar. Auch im zweiten Band weiß die Autorin den Leser mit plötzlichen Wendungen und Überraschungen zu begeistern und im richtigen Moment Spannung aufzubauen und zu entladen.

fazitGrischa – Eisige Wellen ist eine mehr als gelungene Fortsetzung des ersten Bandes. Es knüpft nahtlos an die vorigen Ereignisse an und entführt den Leser ein weiteres mal in eine spannungsgeladene und ereignisreiche Geschichte. Wer Band 1 bereits mochte wird dieses Buch lieben.

must readVielen Dank für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares an

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3 Kommentare zu „Leigh Bardugo – Grischa, Band 2: Eisige Wellen [Rezension]

  1. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass eher Alina sich scheiße aufführt und nicht Maljen 😉 Das Mädel weckt bei mir höchstens Aggressionen und sonst nichts! Aber trotzdem ein echt gutes Buch

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