Historische Romane · Jugendbuch

Jordis Lank – Rauklands Sohn [Rezension]

Rauklands SohnAutor: Jordis Lank
ISBN: 978-3943596045
Verlag: Verlagshaus El Gato
Originaltitel: —–
Seitenanzahl: 364
Preis: 12,90 Euro
Leseprobe

inhaltRonan, der Sohn des mächtigen Herrschers von Raukland, fürchtet weder Schmerz noch Tod und die einzige Liebe, die er empfindet, ist die zu seinem Schwert. Er ist ein zuverlässiger Kämpfer und trotzdem verliert Raukland durch seine Schuld eine wichtige Schlacht. Zur Strafe lässt sein Vater ihn auspeitschen und markiert ihn mit einem Brandeisen. Trotz der Quälerei ist Ronans Schuld nicht beglichen und er wird auf die nordische Insel Lannoch verbannt, welche er für Raukland gewinnen muss um den Thron nicht zu verlieren. Mit bloßer Waffengewalt ist es hier jedoch nicht getan denn Ronan bekommt von Lannochs Herrscher Aufgaben gestellt die er lösen muss um Lannoch zu bekommen. Schnell wird Ronan klar dass das alles andere als einfach ist denn wie man einen echten Freund findet oder die Achtung und Sympathie anderer Menschen für sich gewinnt ist etwas, das er in seinem jahrelangen Schwertkampftraining nicht beigebracht bekam.

meinungIch muss gestehen dass ich mir das Buch wohl in einem Laden eher nicht gekauft hätte. Der Klappentext klingt zwar ansprechend aber in Kombination mit dem Cover wäre es dennoch kein Buch gewesen das mich neugierig gemacht hätte. Dieses Empfinden verschwand bereits nach dem Lesen der ersten Seiten.
Das Erste was man über Ronan erfährt ist dass er einen Vater hat der vorallem eines ist, Herrscher. Ein Vater-Sohn-Verhältnis besteht nur in dem Sinne dass Ronan für seinen Vater kämpft. Sein Vater interessiert sich nur für den eigenen Vorteil den sein Sohn ihm beschert. Zodan ist wohl derjenige der einer Vaterfigur für Ronan am nächsten kommt. Er brachte ihm bei mit dem Schwert zu kämpfen und versucht ihn zu beschützen. Trotzdem kommt Ronan nicht um die Strafe seines Vaters herum und wird nach Lannoch gebracht und die Insel für Raukland zu gewinnen.Merin, der Herrscher Rauklands, stellt Ronan nach und nach Aufgaben die er bestehen muss um Lannoch einnehmen zu können. Diese Aufgaben zeigen sowohl Ronan als auch dem Leser dass Ronan zwar ein guter Kämpfer mit dem Schwert ist er aber nie lernte mit anderen Menschen umzugehen. Für Ronan ist der Aufenthalt auf der Insel wichtig um sein Vergehen wieder gutzumachen und Rauklands Thron nicht zu verlieren. Je mehr Zeit er auf Lannoch verbringt desto mehr wird ihm allerdings klar wie wichtig andere Dinge im Leben sein können.

„Ihr braucht einen Freund, um eure Aufgaben zu bewältigen.“
„Es sind mehrere?“ Merin nickte.
Darüber dachte Ronan einen Moment nach. „Dazu brauche ich einen Helfer?“
„Einen Freund“, sagte Merin sanft.
Der Raukländer beugte sich vor, die Arme auf dem Tisch verschränkt. „Und wenn ich keinen brauche?“
„Oh ihr werdet einen brauchen.“ (Seite 27)

„Rauklands Sohn“ ist mehr als nur eine Geschichte um einen Jungen der versucht seinen Vater zufriedenzustellen. Es ist ein Buch in dem es um Freundschaft, Verantwortung, das Erwachsenwerden und vorallem Menschlichkeit geht. Ronan scheint im Verlauf der Geschichte auch immer mehr zu sich selbst zu finden und sich darüber klar zu werden wer und wie er sein will. Er lernt für andere einzustehen, zu helfen und Hilfe anzunehmen. Mehr und mehr kommt Ronan aus sich heraus und rebelliert nicht mehr nur innerlich gegen seinen Vater sondern beginnt offen dami umzugehen in wie weit sich seine Lebensvorstellung von der seines Vaters unterscheidet.
Bei alledem darf die Liebe natürlich nicht fehlen. Auf Lannoch lernt Ronan Eila kennen und schon bevor es ihm selber klar wird verliebt er sich. Eila ist im Gegensatz zu Ronan mit viel Liebe aufgewachsen. Sie liebt Lannoch und seine Bewohner und hegt darum keine besonders positiven Gefühle für Ronan der schließlich gekommen ist um das Land für Raukland einzunehmen.
Wer ein spannungsgeladenes Buch erwartet der wird etwas enttäuscht werden aber es handelt sich keineswegs um eine langweilige Geschichte. „Rauklands Sohn“ schafft es mit Ruhe, symphatischen Charakteren und einer sowohl ernsten als auch schönen Handlung zu fesseln und den Leser für sich zu begeistern.

„Ehrenwert?“, schrie Merin. „Ihr sprecht mir gegenüber von ehrenwert? Ihr, dessen Vater seine eigene Frau geraubt hat? Der plündert und mordet, wie es ihm beliebt?“
„Ich bin nicht mein Vater!“, schrie Ronan.
Ein boshaftes Lächeln schlich auf Merins Gesicht. (Seite 288)

Insgesamt versteht das Buch es den Leser zu fesseln und in seinen Bann zu ziehen. Gespannt habe ich die Handlung und Ronans innerliche Veränderung verfolgt.
Sehr positiv ist auch die Beschreibung der Ereignisse. Man hat als Leser regelrecht das Gefühl bei den geschilderten Schwertkämpfen zusehen zu können. Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und rundet die Geschichte wunderbar und passend ab.

fazitDas Buch ist ein mehr als gelungener Auftakt zu einer Trilogie die viel verspricht. Sowohl die Handlung, als auch die Charaktere scheinen gut durchdacht und bieten dem Leser so ein reines Lesevergnügen der Extraklasse. Ich bin gespannt wie es mit Raukland und Lannoch sowie deren Bewohner weitergeht.

must readVielen Dank an Jordis Lank für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares und die liebe Widmung in dem Buch.

trailer

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Ein Kommentar zu „Jordis Lank – Rauklands Sohn [Rezension]

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