Thriller

Emma Chapman – Ich weiss, was du bist [Rezension]

978-3-426-51312-5.jpg.30461408Autor: Emma Chapman
ISBN: 978-3-426-51312-5
Verlag: Droemer Knaur
Originaltitel: How to Be a Good Wife
Seitenanzahl: 288
Preis: 8,99 Euro
LeseprobeinhaltHector und Marta sind seit vielen Jahren verheiratet. Während Hector sich um alle praktischen Dinge kümmert, bemüht Marta sich vorallem eine perfekte Ehefrau zu sein. Sie sind glücklich. Oder etwa nicht? Seit kurzer Zeit scheint etwas bedrohliches in ihrem Leben Einzug zu halten. Aus dem Augenwinkel, in den Schatten und Zimmerecken sieht Marta immer wieder flüchtig ein junges Mädchen. Wer ist sie und was versucht sie Marta so verzweifelt mitzuteilen? Oder ist sie tatsächlich bloß eine Halluzination weil Marta heimlich ihre Medikamente abgesetzt hat? Leidet Marta an einer ernsthaften psychischen Störung oder geht es um viel mehr?

meinungAls ich anfing dieses Buch zu lesen war ich der Meinung es gibt nicht viele Möglichkeiten was des Rätsels Lösung angeht. Entweder Marta leidet an Nebenwirkungen durch das Absetzen ihrer Medikamente auf eigene Faust, sie leidet unter einer psychischen Störung wie vielleicht Schizophrenie oder jemand treibt ein sehr gemeines Spiel mit ihr. Für mich ging es also nur noch darum rauszufinden welche dieser Möglichkeiten nun die Richtige ist und wie es dazu kommen konnte. Umso überraschter war ich dann als sich herauskristalliesierte dass es sehr wohl noch eine weitere Möglichkeit gibt.
Marta und Hector sind schon lange verheiratet. Marta verdankt ihrem Mann viel. Schließlich hat er sie vor vielen Jahren halb verhungert und völlig kraftlos gefunden und sich um sie gekümmert. Es war eine Hochzeit aus Liebe, Marta und Hector ware glüklich. Das zumindest ist es was Hector immer wieder erzählt. Doch schon von Anfang zeigt sich deutlich dass Marta alles mögliche ist aber nicht glücklich. Sie versucht die perfekte Hausfrau zu sein hat aber immer wieder das Gefühl ihren Mann zu enttäuschen. Wenn sie nicht gerade den Einkauf erledigt dann ist sie nur im Haus um zu kochen, waschen, putzen und aufräumen. Seit dem Auszug ihres gemeinsamen Sohnes Kylan fühlt sich Marta einsam und verlassen.

„Ich weiß, dass Hector mich auf dieser Reise vor dem Ertrinken gerettet hat – wir haben den Leuten seit Jahren diese Geschichte erzählt. Sie ist heiter und romantisch, und die Leute hören sie gern. Aber diese Version ist anders. Es ist, als lauschte ich einem vertrauten Musikstück, das auf einem leicht verstimmten Instrument gespielt wird. Diese Schwere, die ich damals empfunden habe, eine mahlende Übelkeit, ist jetzt wieder da.“ (Seite 51)

Seit Marta ihre Medikamente abgesetzt hat sieht sie immer öfter ein junges Mädchen das ihr scheinbar etwas mitzuteilen versucht. Hector, der nichts davon weiß dass sie ihre Pillen nicht nimmt, ist der Meinung ihre Medikamente wirken nicht mehr und sie hätte noch dazu eine blühende Phantasie. Generell scheint es kein Vertrauensverhältnis in der Ehe zu geben und Marta hat stets das Gefühl ihren Mann zu enttäuschen.
Das Buch könnte so spannend sein denn die Basis, der Grundgedanke ist sehr gut gewählt. Nur leider klärt sich nichts auf, der Leser wird mit sehr vielen Fragen zurückgelassen. Die Spannung die sich im Laufe des Buches aufbaut verklingt ziemlich bald wieder. Auch die Protagonisten bleiben sehr undurchsichtig da man so gut wie nichts über sie erfährt. Eine Aufklärung der Ereignisse gibt es nicht. Jedenfalls keine zufriedenstellende. Alles bleibt im Unklaren. Schade denn es hätte eine so tolle Geschichte werden können, denn man spürt das Potential es bricht nur leider nicht richtig durch.
Gegen einen guten Cliffhanger ist nichts einzuwenden nur ist es in diesem Fall nunmal so dass man als Leser einfach in der Luft hängen gelassen wird. Das Buch dreht sich immer wieder um die Fragen wie gut man sich selber und auch die Menschen, die einem nahe stehen, kennt. Eine Antwort gibt es in diesem Buch für Marta nicht wobei gerade das der Punkt gewesen wäre an dem die Geschichte so richtig hätte beginnen können.

fazitEine tolle Basis für ein spannendes Buch mit viel Potential welches jedoch leider nicht ausgeschöpft wird. Das Buch wirft mehr Fragen auf als es beantwortet und lässt einen als Leser ziemlich ratlos und unbefriedigt zurück. Für die Idee und den angenehmen wie auch kreativen Schreibstil gibt es von mir aber immerhin noch 3 sehr gut gemeinte Federn.

3

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