Romane · Unterhaltungsliteratur

Samantha Young – Into the Deep: Herzgeflüster [Rezension]

herzgeflüsterreziinhaltCharley und Jake waren ein Traumpaar und sie waren sich Beide sicher dass es für immer sein wird. Doch von einem Tag auf den anderen brach Jake Charleys Herz. Charley war nicht nur am Boden zerstört sondern auch nicht mehr in der Lage eine ernsthafte Beziehung mit einem Mann zu führen und dreieinhalb Jahre lang schaffte sie es einfach nicht Jake zu verzeihen. Nun steht er ausgerechnet während ihres Auslandsjahres in Schottland wieder vor ihr. Noch immer genau so anziehend, charmant und geheimnisvoll wie eh und je. Charley bemüht sich ihm die kalte Schulter zu zeigen nicht zuletzt weil er seit kurzem eine neue Freundin hat. Doch Jake sucht offensichtlich ihre Nähe und bittet sie um Verzeihung. Bereut er das Ende ihrer Beziehung und kann Charley ihm vertrauen?

meinung

Zuerst wird man an das Leben von Charley und ihre aktuelle Situation herangeführt. Gerade erst beginnt sie ihr Auslandsjahr in Schottland was eine große Umstellung bedeutet. Charley ist schwer einzuordnen denn wirkt sie im einen Moment selbstbewusst und bodenständig so ist sie im nächsten Moment unsicher, ängstlich und voller Selbstzweifel. Im Grunde ist es ein wahnsinniges Hin und Her was es mir schwer gemacht hat einen richtigen Zugang zu Charley zu bekommen.
Charley`s Exfreund Jake hingegen war mir ziemlich schnell einfach unsympathisch. Er ist selbstbewusst und auch freundlich zu seinen Mitmenschen aber wenn man den Blick über den Tellerrand hinauswirft dann ist Jake vor allem eines, nämlich egoistisch.

“»Bis dann Charley«, sagte Jake leise. Ich nickte und sah die beiden nicht an. »Wir sehen uns beim Sport«, antwortete ich. »Beim Sport?« Melissas Frage klang spitz. Ich hob das Kinn, überrascht von ihrer Reaktion. Sie starrte Jake fragend an, und er wurde blass.” (Seite 188)

Die Geschichte besteht aus zwei Handlungssträngen: die aktuellen Ereignisse in Schottland und die Ereignisse vor Dreieinhalb Jahren als Charley und Jake erst ein Paar wurden und Jake dann plötzlich die Beziehung beendete. Obwohl man so einen guten Gesamtblick über die Geschichte erhält ist es dennoch nervig dass in den Kapiteln die in der Gegenwart spielen ständig die Umschreibung „dieses schreckliche Ereignis“ fällt. Das geschieht mehr als einmal und verliert schnell seinen Reiz zumal der Leser wirklich lange warten muss bis sich aufklärt worin dieses Ereignis letztendlich bestand.
In der Gegenwart ist Charley vor allem mit ihrer Clique zusammen durch die sich auch das Hin und Her zieht da bereits für Charley charakteristisch ist. Scheinbar will jeder eigentlich mal mit jedem aber dann insgeheim doch nicht sondern nur mit der Einen. So banal und grob lässt es sich zusammenfassen.

“Aber leider war das nicht die Realität, und Jake war kein durch und durch übler Kerl. Ich dreht emich auf die Seite, rollte mich zu einer Kugel zusammen. Ich fand immer noch Entschuldigungn für ihn, dabei musste er doch gewusst haben, wie weh es mir tat, von ihm zu hören, dass er eine andere liebte.” (Seite 192)

Ich muss ehrlich sagen dass ich mir etwas anderes von diesem Buch erhofft habe. Eine ganze Menge Romantik und Kitsch stattdessen gab es Egoismus, Gefühlsachterbahnen die eher zu einer Gruppe pubertierender Teenager gepasst hätten als zu jungen Erwachsenen und ein einziges Hin und Her sowohl in den Beziehungen als auch den Gefühlen, Meinungen und Handlungen.
Der angenehme und flüssige Schreibstil sowie den Rundumblick über die Ereignisse durch die zwei verschiedenen Zeiten  in denen die Handlungsstränge ablaufen plus eine kleine Prise Witz machen zwar ein wenig wieder wett schafften es aber dennoch nicht mich für das Buch zu begeistern.

Fazit„Into the Deep“ ist eher etwas für das kurze Lesen zwischendurch. Wirklicher Lesegenuss kam bei mir jedoch leider nicht auf da ich mich nicht mit den Charakteren anfreunden konnte und mir die Geschichte ansich ein zu großes Hin und Her war. Ich hatte mir mehr erhofft und wurde leider enttäuscht.

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