Jugendbuch

Kerstin Gier – Silber, Bd.1: Das erste Buch der Träume [Rezension]

silber1reziinhaltWieder einmal mussten Liv und ihre kleine Schwester Mia ihre Sachen packen und in eine neue Stadt ziehen. Auch wenn sie sich nicht immer darüber freuen beschweren sie sich nicht da sie es nicht anders kennen. Dieses mal jedoch wird alles anders sein. Liv`s Träume sind in der letzten Zeit sehr merkwürdig und gipfeln darin dass sie plötzlich auf vier Jungs trifft die ein düsteres Ritual abhalten. Liv kennt diese Jungs denn Grayson ist nicht nur Livs`neuer Stiefbruder auch seine drei Freunde sind sehr real. Noch viel unheimlicher wird es aber als sie in der Schule wieder auf die Jungs trifft und diese sich an Dinge erinnern die sie nur in ihren Träumen preisgegeben hat. Kann das wirklich sein? Sind die Zusammentreffen in ihren Träumen viel realer als gedacht? Liv ist fest entschlossen rauszufinden was es mit den Träumen und dem Spiel, von dem die Jungs ständig sprechen, auf sich hat.

meinung

Seinerzeit schaffte Kerstin Gier es mich mit ihrer Edelstein Trilogie völlig zu begeistern weshalb auch für mich völlig ausser Frage stand dass “Silber – Das erste Buch der Träume” früher oder später in meiner Leselotte landen würde. Nun dauerte es doch länger als geplant und in dieser Zeit zwischen Vorhaben und Umsetzung hörte ich haufenweise begeisterte Stimmen zu diesem Buch. Dementsprechend hoch waren meine Ansprüche.
Der Einstieg in die Geschichte beginnt mit einem recht peinlichen Aufritt von Liv als sie am Flughafen in eine Zollkontrole gerät. Sofort ist wieder der Witz und Charme spürbar der mich bereits bei der Edelstein Trilogie ständig zum schmunzeln brachte. Liv und ihre kleine Schwester Mia sind erfrischend frech und scheuen sich nicht ihr loses Mundwerk mit bravour einzusetzen.

“»Es ist doch vollkommen egal, was du anhast«, sagte Grayson. »Seit wann bist du denn so ein Mädchen? Die Klamotten sind jetzt wirklich dein geringstes Problem.«
Da hatte er natürlich recht. Ich verwendete trotzdem eine Menge Zeit darauf, mich für den Abend zurechtzumachen. Wenn ich schon ein Date mit einem Dämon hatte, dann wollte ich doch bitte schön auch gut aussehen.” (Seite 286)

Jedes Buch ist etwas individuelles und sollte auch so betrachtet werden darum störte es mich umso mehr dass mir beim Lesen immer mehr Parallelen zur bereits genannten Edelsteintrilogie auffielen. Eine Familie ohne Vater, eine tolpatschige Protagonistin, ein Junge der erst nicht sehr interessiert wirkt, eine Gruppierung die eine Art übernatürliches Geheimnis hegt. Die Parallelen sind doch recht deutlich was meinen Lesegenuss deutlich abmilderte.
Auch die Spannung ließ anfangs sehr auf sich warten. Ich bekam zunächst das Gefühl die Geschichte plätschert eher vor sich hin und kommt nicht so richtig ins Rollen. Ungefähr ab der Mitte des Buches zeigte sich aber langsam dass es sich gelohnt hat die Zähne zusammenzubeissen und weiterzulesen. Denn wenn man erstmal bis dorthin durchgehalten hat fängt es an interessant zu werden. Liv nähert sich den Jungs an und erfährt immer mehr was vor sich geht wenn sie auch bis zum Schluß nicht auf alle Fragen eine Antwort bekommt ebenso wenig wie der Leser.

„Ich hatte einen wirren Traum gehabt, der auf dem Highgate-Friedhof spielte und eine Art Geisterbeschwörung beinhaltete, in deren Verlauf ich unglücklicherweise auf einem Altar in der Mitte eines brennenden Drudenfußes gelandet war. So weit, so verrückt. Aber keineswegs ungewöhnlich. Nur dass Jasper sich an etwas erinnern konnte, das ich in diesem Traum gesagt hatte – das war ungewöhnlich. Nein, es war sogar unmöglich.“ (Seite 130)

Ein großer Pluspunkt ist wieder einmal der Schreibstil der Autorin denn Kerstin Gier versteht es den Leser nicht nur mit einem flüssigen Schreibstil sondern auch mit einer Mischung aus Witz, Charme, Sympatie und Jugendlicher Leichtsinnigkeit zu unterhalten. Doch so toll und angenehm ein Schreibstil auch ist so kann er doch nicht alles retten.
Insgesamt habe ich mir mehr erhofft. Mehr Spannung, mehr Bedrohung, einfach mehr. Man merkt allerdings dass eine Menge Potential hinter der Geschichte steckt denn es schimmert immer wieder durch. Darum hoffe ich auf den zweiten Band und dass dieser mich dann wieder mehr begeistern kann.

FazitKerstin Gier bot mir zwar erneut einige belustigte Lesestunden enttäuschte mich jedoch was meine Erwartungen an die Spannung anging. Auch die vielen Parallelen zur Edelstein Trilogie empfand ich als störend. Für die Idee des Buches, den lustigen Schreibstil und weil es später doch noch einigermaßen spannend wurde vergebe ich für “Silber – Das erste Buch der Träume” aber immerhin noch 3 Federn und hoffe dass Band 2 mich mehr begeistern wird.

3

trailer

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