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Amy Plum – Revenant Trilogie, Bd. 1: Von der Nacht verzaubert [Rezension]

revenant1reziinhaltNach dem tragischen Unfalltod ihrer Eltern zieht die junge Kate zusammen mit ihrer Schwester Georgia zu ihren Großeltern nach Paris. Während Georgia sich in ein Leben voller Partys und Jungs stürzt um über den Verlust der Eltern hinwegzukommen zieht Kate sich immer mehr in sich zurück. Das ändert sich als sie eines Tages Vincent kennenlernt denn aus irgendeinem Grund schafft er es ihren Schutzpanzer zu durchbrechen und ihr Vertrauen zu gewinnen. Schon bald verliebt Kate sich in den charmanten jungen Mann doch ihre Liebe steht unter keinem guten Stern denn Vincent ist ein Revenant und dadurch in einen jahrhundertealten Kampf verwickelt.

meinung

Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht. Man lernt Kate kennen und merkt schnell dass die Trauer um ihre Eltern kaum noch Platz für etwas anderes in ihrem Leben lassen. Obwohl sie ihre Schwester und ihre Großeltern liebt und sich schon immer wohlgefühlt hat in Paris gelingt es ihr nicht sich durch ihre Umgebung trösten zu lassen. Trotz dieser stark presenten Trauer wirkt es nicht düster oder deprimierend sondern man entwickelt schnell Verständnis für Kate und ihre Situation. Im Laufe der Geschichte zeigt Kate dass sie keineswegs so zerbrechlich ist wie sie anfangs wirkt denn obwohl sie sich selber nicht so sieht ist sie eine Kämpfernatur die zwar immer wieder in einen inneren Konflikt mit ihren Gefühlen gerät letzten Endes aber doch stärker ist als sie denkt.

“Als auch die restlichen anderen Fahrzeuge gestartet wurden, verschränkte ich die Arme und biss die Zähne fest aufeinander. Das ist nicht mein Kampf, sagte ich mir selbst, es ist ihrer. Aber ich fühlte mich schrecklich hilflos – wie die Jungfrau in Nöten, die ich nie sein wollte.” (Seite 341)

Ist Trauer zu Beginn des Buches noch das vorherschende Gefühl, so weicht diese schnell und immer mehr der Romantik welche in dem Buch eine tragende Rolle spielt. Kate und Vincent entwickeln schnell Gefühle füreinander dennoch handelt es sich nicht um eine typische “Liebe auf den ersten Blick” Geschichte. Sowohl Vincent als auch Kate hinterfragen stets ihre Gefühle und wollen sichergehen ob wirklich von Liebe die Rede sein kann. Was auch nötig erscheint angesichts der Tatsache dass sie Beide immer wieder vor Problemen stehen die es zu überwältigen gilt. Sei es Kates Trauer und Angst vor weiteren Verlusten oder die Tatsache dass Vincent kein Mensch ist sondern ein Revenant, ein “Wiederkehrer”, dessen Aufgabe es ist Menschen vor dem Tod zu bewahren in dem er sich selber opfert.
Wer auf Spannung und Action hofft wird sich hier gedulden müssen denn die sich entwickelnde Beziehung zwischen Kate und Vincent steht deutlich im Vordergrund des Geschehens. Erst zum Ende hin setzt die Autorin auf spannungsgeladene Ereignisse.

“Ich empfand so viel für ihn, dass es einfach zu schmerzhaft für mich wäre, wieder und wieder zu erleben, wie er verletzt wurde, starb oder sogar endgültig getötet wurde. Er hatte zugegeben, dass es möglich war, Selbst Unsterblichkeit kannte Grenzen.” (Seite 208)

Begeistern konnte mich vorallem die traumhafte Kulisse gepaart mit dem wunderbar angenehmen Schreibstil der Autorin denn Amy Plum schafft es einen direkt nach Paris zu katapultieren und einem das Gefühl zu vermitteln höchstpersönlich mit Kate und Vincent durch die Viertel, Straßen und Cafés von Paris zu spazieren.

FazitMit dem ersten Band der “Revenant Trilogie” hat Amy Plum es nicht nur geschafft mich zu überzeugen sondern auch schnell zu begeistern. Eine romantisch schöne Geschichte, eine traumhafte Kulisse sowie ein angenehm flüssiger und warmer Schreibstil runden das Buch ab. Lediglich an Spannung hat es mir manchmal gefehlt.

4

trailer

buchreihe

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2 Kommentare zu „Amy Plum – Revenant Trilogie, Bd. 1: Von der Nacht verzaubert [Rezension]

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