Jugendbuch

Cassandra Clare & Holly Black – Magisterium, Bd.1: Der Weg ins Labyrinth [Rezension]

magisterium1reziinhaltVon klein auf wurde Callum von seinem Vater beigebracht, dass er sich von der Magie und vor allem dem Magisterium fernhalten soll. Darum tut er, im Alter von 12 Jahren, alles um bei der Prüfung für die Aufnahme am Magisterium durchzufallen. Doch der Plan scheitert und Callum hat keine andere Wahl als sein erstes Schuljahr im Magisterium anzutreten. In der unterirdischen Schule für Zauberei hat Callum fortan alle Hände voll damit zu tun mit den anderen Schülern mitzuhalten was ihm nicht zuletzt durch sein lahmes Bein immer wieder schwer fällt. Aber wovor genau hat ihn sein Vater immer gewarnt und was verschweigt er vor Callum?

meinung

Cover und Klappentext haben mich von Anfang an neugierig gemacht. Allerdings folgte schon bald nach Beginn des Lesens die Ernüchterung. Vermutlich kommt man bei einem Buch über eine Zauberschule gar nicht drum herum Vergleiche zu den Harry Potter Büchern zu ziehen. Allerdings sind in diesem Fall sehr starke Parallelen zu eben jener Buchreihe vorhanden und das in einem Ausmaß welches einen mehr als einmal den Gedanken eines wenig gelungenen Abklatsches in den Sinn kommen lässt. Mit dem Protagonisten fängt es bereits an. Callum Hunt kommt, gegen seinen Willen, in das Magisterium. Ein Junge der vom Schicksal schwer gebeutelt ist und bisher nur die Rolle eines Außenseiters kennt, findet im Magisterium endlich Freunde. Zwei um genau zu sein, Tamara und Aaron. Womit man bereits das “berühmte Trio” aus Harry Potter vor Augen hat. Ein Mitschüler dem Callum von Anfang an ein Dorn im Auge ist und ein Lehrer der Schülern scheinbar gerne Angst macht heißen hier nicht Draco und Snape sondern Jasper und Master Lemuel. Ebenso gibt es den großen, mysteriösen Feind namens Constantine Madden. Hallo Lord Voldemort. Man muss sich die Mühe machen über all diese Parallelen hinwegzusehen um nicht aus den Augen zu verlieren, dass es sich hier dennoch um eine andere und eigene Geschichte handelt.

“Das Metall an seinem Armband leuchtete auf, als wäre es glühend heiß. Im nächsten Augenblick öffneten sich langsam die Tore, das schrille Knarren klang fast wie ein Schrei. Licht drang zu ihnen nach draußen, und die Kinder traten ein und staunten.” (Seite 74)

Neben den vielen Parallelen gibt es mindestens ebenso viele gravierende Unterschiede begonnen bei der Art der Magie. Die Magier bedienen sich der Elemente um ihre Magie wirken zu können was höchste Konzentration und viel Übung erfordert.
Die Charaktere des Buches bleiben nahezu undurchsichtig. Nicht einmal von dem Protagonisten erfährt man sehr viel was es mir sehr schwer gemacht hat mich mit den Personen anzufreunden. Durch die ersten zwei Drittel des Buches muss man sich durchbeißen denn die Geschichte plätschert lange Zeit vor sich hin trotz der vielen Geheimnisse die sich während des Lesens auftun.

“Feuer will brennen.
Wasser will fließen.
Luft will schweben.
Erde will verbinden.
Chaos will verschlingen.” (Seite 175)

Das letzte Drittel des Buches hat für mich das Ruder doch noch herumreißen können. Die Geschichte gewinnt plötzlich an Geschwindigkeit und Spannung. Geheimnisse klären sich auf und unerwartete Wendungen schaffen es tatsächlich den Leser zu verblüffen. Dadurch wird das Buch zwar nicht zum Non plus ultra aber macht doch neugierig darauf wie es mit Callum und seinen Freunden weitergeht.

FazitNach einem holprigen Einstieg und einem langatmigen Verlauf gewinnt das Buch durchaus an Spannung. Zwar muss man sich streckenweise durch den Inhalt kämpfen jedoch um am Ende festzustellen, dass es sich sehr wohl lohnt der Geschichte eine Chance zu geben.

3

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2 Kommentare zu „Cassandra Clare & Holly Black – Magisterium, Bd.1: Der Weg ins Labyrinth [Rezension]

  1. Schöne Rezension!

    Ich muss sagen, dass ich auch mitunter sehr kämpfen musste, weil ich das Gefühl hatte, dass sich wenig Inhalt über viele Seiten erstreckte. Als City Of Bones-Fan etwas ähnliches von diesem Roman zu erwarten, geht übrigens auch nicht gut – er ist einfach ganz anders 😉
    Trotzdem fand ich, dass er viele schöne Ideen hatte, und gerade für jüngere Leser würde ich den Roman jederzeit empfehlen!

    Liebe Grüße,
    Marie

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