Jugendbuch

Mara Lang – Im Licht der Nacht [Rezension]

reziimlichtdernachtinhaltAlicia hat einen der begehrten Ausbildungsplätze an der namhaften Tarnek Dance Academy ergattert. Schon immer war Tanzen ihr Leben und nun hat sie endlich die Chance ihr Können noch zu verbessern. Kaum in Tarnek angekommen beschleicht Alicia allerdings immer mehr das Gefühl, dass mit der renommierten Tanzschule irgendwas nicht stimmt. Ein besonderes Training scheint manche Schüler regelrecht krank zu machen und im Ort Tarnek sind die Bewohner gegenüber jedem Schüler der Academy sehr feindlich eingestellt. Was hat es mit den Geschichten um die weiße Frau auf sich und wer genau ist eigentlich Jannes der gutaussehende, athletische und überhebliche Junge der ihr ständig über den Weg läuft und ihr einfach nicht mehr aus dem Kopf geht?

meinungÜber die Aktion, die Mara Lang im Februar zum Erscheinen ihres neuen Buches ins Leben gerufen hatte, wurde ich das erste Mal auf die Tarnek Dance Academy aufmerksam. Bereits der Klappentext machte mich sehr neugierig bis das Buch dann vor kurzem endlich auf meinem Tolino gelandet ist.
Zu Beginn lernt man Alicia kennen, die mitten in der Nacht irgendwo in dem Örtchen Tarnek festsitzt, obwohl ihr versichert wurde man würde sie abholen und auf Schloss Tarnek bringen damit sie ihren Stipendiumsplatz an der berühmten Tanzschule antreten kann, doch nichts läuft so wie es soll. Als sie sich zu Fuß auf den Weg zum Schloss, macht trifft sie dabei auf einen Jungen, der auf den Gleisen tanzt. Als sich ein Zug nähert kann Alicia den Jungen im letzten Moment retten. Seit dieser Begegnung geht ihr der Junge, der sich als Jannes vorstellt, nicht mehr aus dem Kopf auch wenn sie mehrmals davor gewarnt wird sich mit ihm abzugeben.
Um die Tanzschule ranken sich zahlreiche Gerüchte und als immer mehr Schüler nach dem Privattraining, welches die Besitzerin der Schule manchmal gibt, erkranken beschließt Alicia mehr über das Schloss und auch über Jannes herauszufinden.

 „Sie tanzte großartig, wie Alicia fand, besser als je zuvor […] Doch ihre körperliche Erschöpfung schien sie enorm zu beeinträchtigen. Hin und wieder taumelte sie sigar, als hätte sie sich stundenlang verausgabt. Dabei waren kaum zwanzig Minuten vergangen, seit sie an der Mitternachtseinlage probten.“ (Seite 72)

Von Anfang an konnte mich die Autorin mit diesem Buch überzeugen. Es fiel mir leicht in die Geschichte einzusteigen und ihre Geschehnisse zu verfolgen. Auf die größtenteils sympathischen und glaubhaften Charaktere konnte ich mich problemlos einlassen und mit ihnen auf die Suche nach dem Geheimnis des Schlosses machen. Der flüssige und wunderbare Schreibstil von Mara Lang schaffen eine stimmungsvolle Atmosphäre, die mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Mit zahlreichen Zitaten aus unterschiedlichen Musicals wird der Geschichte noch mehr Leben eingehaucht und das Gesamtbild perfekt abgerundet. Der subtile Humor, der vor allem in den Dialogen zu finden ist, und die mysteriösen Gerüchte rund um die Tanzschule haben meine Neugier stets aufs Neue entfacht. Immer wieder kommt man der Wahrheit ein kleines Stück näher bis plötzlich eine neue Fährte gelegt wird und man seinen Verdacht wieder über den Haufen werfen muss. Nach intensiven Ereignissen und immer mehr Erkenntnissen entlädt sich die Spannung schließlich in einem gelungen Showdown, der nochmal alles aus der Geschichte herausholt.
Lediglich die vielen Fachbegriffe der Tanzfiguren, die nicht immer erklärt werden, empfand ich manchmal als anstrengend und störend.

Fazit„Im Licht der Nacht“ schickt den Leser auf zahlreiche Fährten bis sich das Geheimnis um die Tanzschule endlich lüftet. Glaubhafte Charaktere, ein wundervoller Schreibstil, verschiedene Elemente aus dem Fantasybereich und ein aufrechterhaltener Spannungsbogen schaffen eine mystische Atmosphäre der man sich einfach nicht entziehen kann.

5

 

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