Jugendbuch

[Rezension] Ursula Poznanski – Layers

 

Autor: Ursula Poznanski
ISBN: 978-3-7855-8230-5
Verlag: Loewe
Originaltitel: —–
Seitenanzahl: 448
Reihe: —–
Preis: € 14,95
Will ich kaufen!

 

 

 

inhalt

Seit Dorian von zu Hause weggelaufen ist um seinem gewalttätigen Vater zu entfliehen schlägt er sich recht gut auf der Straße durch. Eines Morgens wacht er allerdings neben einem ihm bekannten Obdachlosen auf, der offensichtlich ermordet wurde. Mit Dorians Taschenmesser. Dorian gerät in Panik, denn er selber kann sich an nichts erinnern. Hat er wirklich jemanden umgebracht? Als ihm ein völlig Fremder unverhofft Hilfe anbietet, denkt er nicht groß nach und ergreift die Gelegenheit um sich auf diesem Weg vor der Polizei zu verstecken. Dorian wird zur Villa von Raoul Bornheim gebracht und erhält dort Kleidung, Essen und Schulunterricht. Alles scheint perfekt. Doch Dorian entdeckt schnell, dass nichts im Leben umsonst ist. Als Gegenleistung soll er geheimnisvoll versiegelte Werbegeschenke verteilen. Als die Übergabe eines dieser Geschenke schief geht kann Dorian seine Neugier einfach nicht mehr zügeln. Von diesem Zeitpunkt an wird Dorian verzweifelt von Bornheims Leuten gesucht und gnadenlos gejagt.

meinung

Die Bücher von Ursula Poznanski sind mir schon unzählige Male über den Weg gelaufen. „Layers“ allerdings hat mich sofort neugierig gemacht und nach einem ersten Blick auf den Klappentext und die Leseprobe wurde meine Neugier nur noch weiter angestachelt. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte und Dorians Leben auf der Straße nehmen die Geschehnisse rasant ihren Lauf als Dorian eines Morgens neben dem toten Emil aufwacht, mit dem er tags zuvor noch gestritten hatte. Emil wurde ermordet. Dorian kann sich an nichts erinnern doch die Tatwaffe ist offensichtlich sein Taschenmesser. Ein Fremder bietet ihm Hilfe und Schutz an und bringt ihn zu einer Villa. Hier bekommt er Kleidung, zu Essen und sogar Schulunterricht um die Chance auf eine bessere Zukunft zu haben. Dorian aber lassen die Zweifel und Fragen nicht los. Hat er wirklich jemanden umgebracht? Wieso kann er sich nicht daran erinnern? Und was für merkwürdige Werbegeschenke soll er für Bornheim verteilen?
Das Buch schickt einen mit dem Verlauf der Geschichte auf die unterschiedlichsten und teilweise sogar merkwürdigsten Spuren. Nichts scheint so zu sein wie es ist und kein Opfer ist zu groß. Auch nicht das Leben anderer. Denn kaum hat Dorian eines der Werbegeschenke verbotenerweise geöffnet, wird er zum Gejagten. Obwohl Dorian immer wieder neue Informationen erhält, ergibt sich für ihn ebenso wenig wie für mich als Leserin das große Gesamtbild. Dabei schafft es die Autorin die Geschichte weder zu langatmig noch zu rasant zu gestalten. Stattdessen steigt die Spannung in den richtigen Momenten an und gönnt einem dann wieder eine kurze Verschnaufpause, welche man auch dringend nötig hat.

„Er steckte sie wieder weg und blickte nach draußen. Hielt Ausschau nach den Autos von vorhin, rechnete damit, jeden Moment eines oder alle beide neben seinem Seitenfenster auftauchen zu sehen. Bei jedem schwarzen Wagen, der den Bus passierte, schlug Dorians Herz ein wenig heftiger – er hatte sich weder die Modelle gemerkt noch die Kennzeichen gesehen. Aber schwarz waren sie gewesen. So wie es die Mambas angeblich waren.“ (Seite 152)

„Layers“ ist ein Buch voller Irrungen und Wirrungen. Intrigen, Vertrauensbrüche und Geheimnisse sind hier ebenso an der Tagesordnung wie der technische Fortschritt. Immer wieder bekam ich das Gefühl einen großen Schritt weiter zu sein um dann festzustellen, dass ich das große Ganze dennoch nicht erfassen kann. Erst am Ende klärt sich endlich alles restlos auf. Keine Fragen bleiben offen aber dafür muss man auch einmal mehr feststellen wie leicht es ist Menschen zu manipulieren und sie für die eigenen Zwecke einzusetzen.
Mit ihrem flüssigen und mitreißenden Schreibstil schafft die Autorin eine geheimnisvolle Atmosphäre die einen regelrecht in die Geschichte hineinzieht. Der realistisch dargestellte Protagonist Dorian konnte schnell meine Sympathien gewinnen und mich dadurch noch tiefer in die Geschichte eintauchen lassen. Mit ihm zusammen folgte ich den geschickt gelegten Spuren. Den falschen wie auch den richtigen. Und je tiefer ich in die Geschichte eintauchen konnte, desto mehr nahm sie mich gefangen und ich wollte unbedingt das Gesamtbild zusammensetzen können um herauszufinden was wirklich hinter allem steckt.
Lange Zeit führt einen die Geschichte regelrecht an der Nase herum ohne, dass es einem bewusst wird und des Rätsels Lösung ist gleichsam schockierend wie auch überraschend und enthüllt einem Tatsachen an die man aufgrund der vielen Spuren einfach nicht gedacht hätte.

fazit

Eine spannende Handlung die einen mit geschickt gelegten Spuren immer wieder auf die falsche Fährte führt, ein angenehmer und packender Schreibstil und der sympathische Protagonist machen „Layers“ zu einer fesselnden Geschichte in die man gerne eintaucht und am liebsten nicht so schnell wieder auftauchen möchte um auch ja nichts zu verpassen. Spannende Unterhaltung bis zur letzten Seite und eine Atmosphäre die einen einfach mitreißt machen das Buch zu einem unvergleichlichen Leseerlebnis, welches von mir mit 5 Büchern bewertet wird.

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10 Kommentare zu „[Rezension] Ursula Poznanski – Layers

  1. Ich hatte auch nichts anderes von Ursula Poznanski erwartet. Ich habe das Hörbuch hier liegen und werde es in den nächsten Tagen hören :). Diese Autorin ist einfach eine Meisterin :)!

      1. :). Was hast du von ihr schon gelesen? Eigentlich kann ich alles empfehlen. Sowohl ihre Krimireihe als auch die Eleria-Trilogie, Saeculum und Erebos. Ich bin ein Fan von ihr ;).

  2. Guten Morgen Jennifer,

    ich habe das Buch auch schon daheim und hatte auf ihrer Lesung schon einige Passagen gehört. Ich werde es jetzt mal in Angriff nehmen und freu mich drauf, vor allem wenn du schreibst, dass man immer wieder geschickt auf eine falsche Fährte geführt wird!

    LG Desiree

  3. Das Buch ist heute bei mir eingezogen. Ich bin sehr gespannt. Aber auf die Autorin ist eigentlich immer Verlass. 😉

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