Dystopie

[Rezension] Valentina Fast – Royal, Bd. 1: Ein Leben aus Glas

 

Autor: Valentina Fast
ISBN: 978-3-646-60160-2
Verlag: Impress
Originaltitel: —–
Seitenanzahl: 235
Reihe: Band 1
Preis: € 3,99
Will ich kaufen!

 

 

 

inhalt

In dem, unter einer Glaskuppel gelegenen, Königreich Viterra findet alle zwei Jahrzehnte die große Show zur Königinnenwahl statt. Doch dieses mal ist alles anders als bisher. Der Prinz soll ein Mädchen finden, welches ihn um seiner selbst liebt und nicht weil die Krone und Reichtum so verlockend sind. Darum werden diesmal die Kandidatinnen um die Gunst vier junger Männer buhlen ohne zu wissen wer von ihnen der wahre Prinz ist.
Tatyana steht völlig im Kontrast zu den anderen Mädchen die darauf hoffen den Prinzen am Ende für sich gewinnen zu können. Denn Tatyana möchte nichts lieber als schnell wieder zurück nach Hause und nimmt nur an der Königinnenwahl teil, weil sie davon ausgeht schneller herauszufliegen als es jeder anderen lieb wäre. Doch bekanntlich kommt erstens alles anders und zweitens als man denkt.

meinung

Die 17-jährige Tatyana, von allen nur Tanya genannt, wächste bei ihrer Tante und ihrem Onkel auf. Als ihre Tante Tanya eines Tages eröffnet, dass sie Tanya für die Königinnenwahl angemeldet hat ist Tanya zunächst schockiert und stellt sich vehement gegen den Willen ihrer Familie. Ihre Schwester vereinbart jedoch für Tanya, dass sie bei ihrer Tante ausziehen und stattdessen bei ihr wohnen darf. Die einzige Bedingung: Tanya muss trotz ihrem Wiederwillen ihr Bestes geben und darf nicht absichtlich bei der Königinnenwahl rausfliegen. Da Tanya ihre Chancen bei der Wahl als sehr gering einstuft und sie schon lange davon träumt ihrer garstigen Tante zu entkommen, geht sie auf den Vorschlag ein ohne zu Wissen worauf genau sie sich einlässt.
Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive der Protagonistin Tanya erzählt wodurch dem Leser die gesamte Bandbreite an Tanyas Gefühls- und Gedankenwelt offen liegt. Tanyas Charakterentwicklung im Laufe der Geschichte ist regelrecht greifbar. Ist sie anfangs noch zurückhaltend und lässt sich viel zu viel gefallen so beweist sie im späteren Verlauf doch immer wieder, dass sie sehr wohl für sich einstehen kann und nicht auf den Mund gefallen ist. Eine Entwicklung die interessant zu beobachten ist. Allerdings fand ich Tanyas Wankelmut leicht störend. Denn obwohl sie als ein Mädchen beschrieben wird, welches sich quasi alles gefallen lässt und auch nicht groß darüber nachdenkt sich zu behaupten empfand ich sie schon am Anfang des Buches und erst Recht später in den ständigen Begegnungen mit Phillip als nicht ganz so scheu wie sie dargestellt wird. Mein persönliches Lesevergnügen wurde dadurch jedoch nur minimal getrübt.

„Ich lächelte geschmeichelt, war jedoch viel zu verwirrt, um wirklich zu begreifen, was hier gerade geschah. Wie benebelt stieg ich die Bühnentreppe hinunter.“ (Seite 41)

Der wohl aufreibendste Teil der Geschichte ist das große Geheimnis um den Prinzen. Ich kann gar nicht genau sagen wie oft ich meine Meinung während des Lesens geändert habe, welcher der vier Kandidaten nun der wirkliche Prinz ist. Dem Mitraten und Spekulieren kann man sich einfach nicht entziehen. Wer darauf hofft, dieses Rätsel bereits im ersten Band zu lösen wird hier allerdings enttäuscht werden und muss sich auf die weiteren Bände gedulden.
Neben der Protagonistin bleiben die anderen Charaktere des Buches weitesgehend oberflächlich beschrieben. Man erhält nur sehr wenige Informationen über sie was sich hoffentlich im nächsten Band noch ändert. Die fehlenden Informationen lassen die Personen um Tanya herum trotzdem nicht blass erscheinen. Im Gegenteil während eine Person so liebevoll und mütterlich ist, dass man sie einfach ins Herz schließen muss, ist die andere eine Zicke sondergleichen. Sie bestechen alle auf ihre ganz eigene Art. Neben den Charakteren und dem großen Geheimnis um die Identität des Prinzen spielt das Königreich ansich eine nicht unwichtige Rolle. Viterra, das Königreich unter Glas. Ausserhalb der Glaskuppel ist ein Leben nicht mehr möglich und die Regeln in Viterra sind gerade in Bezug auf Frauen sehr streng. Es bleibt abzuwarten, ob es in „Royal“ noch um sehr viel mehr geht als die bloße Auswahl der nächsten Königin.
Der Schreibstil des Buches ist angenehm flüssig, sodass die Seiten schon fast von ganz alleine regelrecht dahinfliegen und obwohl es keine nennenswerten Spannungsbögen gibt, versteht Valentina Fast es dennoch sehr gut dem Leser ein hohes Unterhaltungslevel zu bieten.
Ein gelungener Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht.

fazit

Das Buch konnte mich mit einer interessanten Protagonistin und ihren Erlebnissen am Hof des Königreiches Viterra nahezu problemlos überzeugen. Die Ausarbeitung von Tanyas Welt mit ihren Regeln und Pflichten plus der angenehme Schreibstil und das nervenaufreibende Rätsel um den Prinzen schafften es schnell mich in ihren Bann zu ziehen und mich mehr als neugierig auf die bald erscheinende Fortsetzung zu machen.

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